24
Feb 13

Einladung zum Fünfuhrtee!


Schön, daß Ihr vorbeigekommen seid! Bleibt doch zum Fünfuhrtee! Es gibt Tee und Süßigkeiten!


Draußen herrscht heute mal wieder das große Grau. Drinnen aber möchte ich jetzt gerne etwas Frühlingsfrische: Ich habe meine Vorhänge aus Vintage-Spitze aufgehängt und den Teetisch mit einer französischen Toile-de-Jouy Decke in pastelligem Blau gedeckt. Ich liebe diese romantischen Baumwollstoffe mit pastoralen Szenen  aus dem 18. Jahrhundert sehr. Ein württembergischer Landsmann war es übrigens, der 1760 in Jouy-en-Josas bei Paris mit seiner Kattundruckerei den typischen Stoffmustern ihren Namen gab.


Das Teeservice mit Bordüren aus winzigen Blümchen in Rot und Blau stammt noch von meiner Urgroßmutter.


Ich finde, daß der Tee aus den dünnwandigen Porzellanschalen besonders gut schmeckt.


Ein bißchen Sündigen muß auch mal sein!


Die Blumen stammen natürlich nach wie vor vom Floristen. In einer meiner chinesischen Deckelvasen, die ich sammle, kommen sie gut zur Geltung, finde ich. Nein, keine Ming-Dynastie, sondern neu und recht preiswert.


Ich habe mich in die wunderbaren Blütenfarben sofort verliebt!


Seit neuestem sammle ich auch diese zarten, mundgeblasenen Glasgefäße.


17
Feb 13

Noch ist Winter! – Still Winter!

Ihr Lieben nah und fern!

Ein wenig ist mir die Puste ausgegangen in den letzten beiden Wochen. Ich mußte termingerecht Texte für das neue Country Charme Bestellmagazin fertigstellen. Und ich bekam ganz unerwartet noch eine weitere schöne Aufgabe, für die ich fotografieren und texten mußte.

Dann habe ich dummerweise bei einem Sturz mein Knie ziemlich verletzt und als Krönung wurde meine liebe, kleine, anhängliche rosa Rosie-Katze krank! Mit hohem Fieber lag sie nur noch reglos da und wollte weder fressen noch trinken.

Über Birgits Blog war ich durch die Krankengeschichte mit ihrem Maxi sensibilisiert. Und wirklich, Rosie hatte auch Mandelentzündung! Gottseidank schlug die Behandlung schnell an und inzwischen ist die Kleine wieder munter und wir haben uns beide von dem Schrecken erholt.

Nur die Zeit blieb knapp. Doch heute nun habe ich als letztes das Editorial für das Magazin geschrieben und damit ist meine Arbeit geschafft! Ich werde mir nachher mit dem Liebsten ein Glas Champagner und mindestens drei Episoden Downton Abbey gönnen!

Ich wollte Euch nun wenigstens noch einen Sonntagsabend-Gruß schicken! Da ich aber schon länger als Hinkebein unterwegs bin und es mit dem Fotografieren daher auch nicht so viel Neues gibt, habe ich ein wenig im Archiv gekramt.

In vielen Blogs lese ich von Eurem Unmut über den Winter, der nicht so richtig weichen will. Also habe ich gedacht, sollte ich Euch vielleicht ein paar Bilder weitergeben, die ich von einem Freund bekam und die noch einmal des Winters ganze wilde Schönheit zeigen. So daß wir ihm das gaue Patschwetter vorm Fenster noch ein wenig verzeihen können …

Allen eine gesunde und fröhliche Woche und paßt gut auf Euch auf, falls es glatt ist!

Christel  


02
Feb 13

2. Februar, Mariä Lichtmeß -
2nd February, Candlemas Day


Im Kirchenjahr ist dieser Tag der Endpunkt der Weihnachtszeit. Erst am 2. Februar werden in katholischen Gegenden die Weihnachtsbäume aus den Kirchen entfernt. Als wir unlängst am Abend durchs tief verschneite Allgäu fuhren, konnten wir sehen, daß dieser Brauch noch lebendig ist: hinter vielen Fenstern sah man die Lichter der Weihnachtbäume und auch vor Kirchen und Rathäusern in den kleinen Dörfern brannten sie noch.

Bei mir liegt es dieses Jahr weniger am Traditionsbewußtsein, als an einer hartnäckigen Knieverletzung, die mich ausbremst, daß erst zu Mariä Lichtmeß die letzten Weihnachsdekorationen verpackt werden!

In the liturgical year this day is the end of Christmas time. Only on the 2nd of February the Christmas trees are removed from the churches in catholic regions. Driving through the “Allgäu” at night some days ago, we could still watch Christmas candles burn behind many windows and also on the trees before churches and town halls of the little villages.

In my case it is not my sense of tradition, that only now I am putting away my last Christmas decorations, but an injury of my knee, which somehow makes every kind of work difficult at the moment.


Und weil ich nun den Versuchungen in den Blumengeschäften einfach nicht länger wiederstehen konnte, dürfen jetzt auch die ersten zarten Frühlingsboten ins Haus!

And now I could no longer withstand the temptations of the flower shops and I welcomed the first spring flowers into my house!


Ist´s an Lichtmeß hell und rein
wird ein langer Winter sein
Wenn es aber stürmt und schneit
ist der Frühling nicht mehr weit
(Bauernregel)

Auf dem Land spielte der 2. Februar bis weit ins 20. Jahrhundert eine wichtige Rolle. Mit diesem Tag begann das “Bauernjahr”, ab da wurde die Feldarbeit wieder aufgenommen, so weit das Wetter es zuließ. Gleichzeitig endete zu Mariä Lichtmeß das “Knechtsjahr”. Knechte und Mägde bekamen ihren restlichen Lohn für das vergangene Arbeitsjahr ausgezahlt und konnten oder mußten jetzt das Arbeitsverhältnis  mit ihrem Bauern wechseln oder mit Handschlag für ein weiteres Jahr verlängern.

If it is bright and sunny on candlemas day
for a long while winter will not go away
If there is storm and snow on this day
spring is no longer far away
(Country lore)

In former times the 2nd of February was an important day in the country. On this day the “Peasant´s year” began, that means plowing should start, if the weather allowed it. And the “farm worker´s year” ended. So the servants now could or had to set out to find a new employer, or otherwise they could prolong their contract for another year.


Egal, wie das Wetter heute sein wird, ich habe beschlossen, dem Frühling zumindest im Haus eine Chance zu geben. Auch wenn er derzeit in erster Linie vom Floristen meines Vertrauens stammt.

 Nevertheless what the old weather forecast announces today, I have determined to let spring into my house, even though I must admit it mainly comes from my favourite florist!


An dem Einzug von Frühlingsblumen in unser Haus fand auch Lilly sogleich Gefallen. Ungeniert fing sie an, die zarten Triebe meiner teuer erworbenen Schachbrettblume mit Behagen abzumümmeln, als ob sie vorhätte, sich demnächst zum Osterhasen umschulen zu lassen!

Lilly also liked the spring flowers. She immediately started to munch the tender leaves of my expensive Fritillaria meleagris, as though she would contemplate a future as an Easter rabbit!


Als Lilly aber gar Anstalten machte, die zarten Zwiebelchen von Fritillaria meleagris auszugraben, mußte ich sie doch sanft zur Seite schieben.

 When Lilly started to pull out the little bulbs, I had to push her away softly.


Darauf ein Unschuldsblick. “Wie, meinst Du etwa mich? Ich habe gar nichts gemacht!”

 A look of sheer innocence. “Me? I did not do anything at all!”


” Also das muß ein Mißverständnis sein! Ich habe überhaupt kein Interesse an Frühlingsblumen! Ehrlich!”

 “This must be a misunderstanding! I am not the least interested in spring flowers! Honestly!”


“Also gut, wenn ich nicht auf dem Eßtisch sitzen soll, obwohl doch die ´Katzendecke´drauf liegt , dann gehe ich eben auf meine Lieblingsfensterbank! Katzenmama hat ja schon das Teegeschirr rausgestellt. Vielleicht gibt´s da ja Sahne zum Abschlecken, doch hoffentlich nicht nur dieses komische gelbe Gemüse…”

” But ok, if I am not supposed to sit on the dining table, even though it is covered with the ´cat´s tablecloth´, then I will move to my favourite window sill! Mom has already put the tea things on the little table. Who knows, maybe there will be whipped cream and not only these funny, yellow vegetables …”


” Dieee schon wieder! Was will die denn hier? Die will doch nicht etwa auch hier sitzen!”

 “She again! What is she up to? I hope she does not plan to sit here, too!”


” Gut. Rosie ist weg. Ich bleib´mal besser hier, falls Katzenmama zum Tee mit Butterbrot ankommt…”

 ” Brilliant. Rosie is gone. But I better stay, maybe mom will have bread and butter for her tea…”